• begleitende AngstzuständeJe steiler der Berg, je härter der Anstieg, desto besser die Aussicht am Ziel!

    (Anonym)

Begleitende Angstzustände

Wann ist Angst angemessen um uns vor Gefahren zu schützen und wann ist sie übertrieben und unangemessen?

Soziale Ängste

Unangemessen ist unsere Angst wenn Sie sich z.B. nicht mehr unter Menschen trauen, oder Sie davor Angst haben sich mit Menschen zu unterhalten, oder Angst gar aus dem Haus zu gehen, das sind die sogenannten sozialen Ängste.

Spezifische Ängste

Allerdings geht auch ein Stück Lebensqualität verloren wenn Sie unter Phobien leiden, wie z.B. Höhenangst. Viele Menschen fällt es schwer über eine Brücke zu gehen geschweigen vom Brückengeländer hinunterzuschauen in die Tiefe, oder vielleicht nur von einen Turm oder Treppengeländer.

In der Urlaubszeit ist es auch nicht für jeden selbstverständlich mit dem Flugzeug in den Urlaub zu fliegen, weil sie unter Flugangst leiden. Die Liste liese sich beliebig fortsetzen. Auf Schiffen fahren, mit U-Bahn Busse oder Zug, das heißt das öffentliche Verkehrsnetz zu benützen. Angst vor engen Räumen (Aufzüge), vor großen Menschenmengen, über öffentliche Plätze zu gehen. Aber das müsste nicht ein Leben lang so bleiben, es gibt inzwischen gute Therapiemethoden um solche Phobien hinter sich zu lassen und unbeschwerter zu Leben.

Panikzustände

Es gibt aber auch Personen die Situationen im Alltag nicht einfach vermeiden können und dann mit einer Panikattacke reagieren, die allerdings nur ein paar Minuten anhält, aber für den Betroffenen sehr angstvoll erlebt werden. Mit heftigen Symptomen begleitet werden, wie z.B. Herzrasen, Schwitzen, Schwindel, Übelkeit oder Zittern, obwohl sie körperlich gesund sind. Das erlebt der Betreffende mit einem hohen Leidensdruck, auch in diesem Fall gibt es gute Therapieformen aus der Psychotherapie um Erleichterung zu ermöglichen.

Zwangshandlungen

Ein besonders hoher Leidensdruck aber liegt vor bei den sogenannten Zwängen. Am bekanntesten davon ist der Waschzwang, sich ständig die Hände waschen zu müssen, aus Angst sich nicht anzustecken oder unsauber zu sein. Der Druck lässt erst nach, wenn die Hände gereinigt sind, aber der Betreffende merkt selbst dass es zuviel ist, da meistens die Haut der Hände bereits rauh geworden ist. Er selbst kann aber den Zwang nicht abstellen, deshalb ist der Leidendruck so hoch. Sehr häufig ist auch der Kontrollzwang vorhanden, indem mehrmals das heißt mindestens 3-4 mal nachkontrolliert wird, ob die Haustür, das Auto usw. verschlossen sind, oder der Herd, das Bügeleisen usw. abgeschaltet worden sind.

Eine Psychotherapie kann auch hier sehr hilfreich sein eventuell mit dem Verschwinden der Symtome gerechnet werden.

Behandeln Sie Ihre Angst, denn sie vergeht nicht von alleine

Meist ist es die Überwindung sich einzugestehen, dass professionelle Hilfe benötigt wird und sich dann auf die Suche zu machen jemand geeigneten zu finden der zu einem passt. In der Regel wissen die wenigsten Angehörigen oder Arbeitskollegen über deren Ängste Bescheid, weil die Angst als nicht normal zu gelten zu groß ist, zu viele Vorurteile basieren auf diesem Gebiet und deshalb ist auch die Hemmschwelle so hoch etwas dagegen zu unternehmen.

Was würden die Anderen von einem denken wenn sie von den Ängsten wüssten, oder gar mitbekämen, dass der Betroffenen sich in Therapie begibt. Auch heute noch ein großes Tabuthema. Aber diejenigen die sich ein Herz fassen und es wagt auf ihre Ängste zu schauen, sind meistens sehr schnell erleichtert, und überaus froh etwas dagegen unternommen zu haben. Oft fragen sie sich warum habe ich nicht schon früher mit einer Therapie begonnen und hätte mir dadurch viele Ängste erspart damit das Leben wieder mehr Spaß macht. Erfahrungsgemäß warten die meisten Menschen mit Angststörungen oft jahrelang bis sie einen Therapeuten aufsuchen, in der Regel erst wenn sie es gar nicht mehr aushalten.

Bleiben Angststörungen unbehandelt verschlimmern sie sich in den meisten Fällen denn sie verschwinden nicht von selbst, nach dem Motto „einfach nicht daran denken, dann vergeht es von allein“. Eine Therapie aber kann die Angststörungen nur verbessern sodass der Alltag wieder leichter und unbeschwerter mit mehr Lebensfreude erlebt wird.